Türanker (auch: Maueranker, Türrahmen-Befestigung) verbinden den Türrahmen formschlüssig mit dem umliegenden Mauerwerk. Sie sind das oft übersehene Sicherheits-Detail — eine RC2-Tür mit unsachgemäßer Verankerung ist effektiv nur RC1.
Bauweisen: - Direkt-Verschraubung in Mauerwerk-Dübel: Standard bei massiven Wänden. Verzinkte Schrauben (mind. 6 × 80-120 mm) durch Türprofil in Dübel-Hülsen im Mauerwerk. Pro Türseite 5-7 Anker, gleichmäßig verteilt. - Mauerlasche (Stahllasche im Mauerwerk): Bei Sanierungen mit Mauerwerks-Reduktion. Stahllaschen werden im Mauerwerk verklemmt und mit dem Profil verschraubt. - Z-Anker (versteckter Stahlhaken): Premium-Lösung für RC2-RC3. Stahlhaken im Profil, die in eine Z-Klammer im Mauerwerk eingreifen. Auch bei beschädigtem Türrahmen schwer auszuhebeln.
Wichtig: - Mindest-Abstand der Anker zueinander: ≤ 700 mm - Mindest-Anker pro Türseite: 3 (RC1N), 5 (RC2), 7 (RC3) - Anker müssen in tragendes Mauerwerk reichen — nicht nur in Putz oder Dämmung - Bei Beton-Stürzen über der Tür: Dübel-System nach Hersteller-Vorgabe (z. B. Hilti HUS-3, Fischer SX Plus) - Spalt zwischen Türprofil und Mauerwerk: muss mit nicht-brennbarer Mineralfaser-Dämmung verfüllt sein, NICHT mit PU-Bauschaum (Brand- und Einbruch-Risiko)
Aufmaß-Hinweis: Wenn beim Aufmaß die Mauerwerks-Stärke und der Untergrund nicht festgestellt werden, ist die spätere Anker-Wahl nicht zuverlässig. Frage den Aufmaß-Techniker, ob er die Wand-Aufbauten erfasst.