Stegplatten sind das Eindeckungs-Material für klassische (nicht-Lamellen) Terrassen-Überdachungen. Sie liegen auf einer tragenden Aluminium-Konstruktion und schützen die Terrasse vor Regen, Schnee und UV-Strahlung.
Zwei Haupt-Materialien:
Polycarbonat-Stegplatten (PC): - Aufbau: Doppelt-, dreifach- oder mehrwandige Hohlkammer-Platten - Dicken: 10/16/25/32 mm, je nach Statik-Bedarf - Plattenformat: meist 4-7 m lang × 0,98 m breit - Vorteile: leicht (2,5-4 kg/m²), bruchsicher, günstig (~30-50 €/m²) - Nachteile: Optisch billiger als Glas, vergilbt nach 8-15 Jahren, kratzempfindlich, geringere Wärmedämmung - Lebensdauer: 15-25 Jahre
VSG-Glas-Stegplatten (Premium): - Aufbau: Verbund-Sicherheitsglas aus 2 Scheiben mit PVB-Folie - Dicken: 6/8/10 mm pro Scheibe, gesamt 12-21 mm - Plattenformat: nach Maß - Vorteile: hochwertige Optik (klares Glas), keine Vergilbung, sehr lange Lebensdauer (40+ Jahre), bessere U-Werte - Nachteile: schwerer (15-25 kg/m²), höhere Statik-Anforderung, deutlich teurer (~150-300 €/m²)
Polycarbonat-Varianten: - Klar: maximaler Lichteinfall, am häufigsten - Opal-weiß: gedämpftes Licht, weniger Aufheizung, ideal für Süd-Terrassen - Bronze/Rauch: getöntes Licht, dekorativer - No-Drop-Beschichtung: verhindert Kondenswasser-Tropfen auf der Innen-Seite
Aufbau einer Terrassen-Überdachung mit Stegplatten: - Tragende Aluminium-Konstruktion (Pfosten + Riegel + Dachsparren) - Aufbau Stegplatten auf den Dachsparren mit Klemm-Profilen oder Schraub-Profilen - Wand-Anschluss-Profil: dichtet zur Hauswand ab - Regen-Rinne und Fall-Rohr: für Regenwasser-Ableitung
Wichtig: Stegplatten müssen leichte Bewegung erlauben (Temperatur-Ausdehnung). Daher Klemm-Profile mit Gummi-Dichtungen verwenden, nicht starr verschrauben — sonst reißt der Platten-Rand.