Der deutsche Dachfenster-Markt wird von drei Hersteller-Marken dominiert. Jede hat ihre Stärken und Schwächen.
Velux (Dänemark, Konzern-Sitz Hørsholm): Marktführer in Deutschland (~50 % Marktanteil). Klassische Dachfenster mit zentrischer Schwingachse. Bekannt für hohe Verarbeitungs-Qualität, einfache Bedienung, sehr breites Zubehör-Programm (Verdunkelungsrollos, Insekten-Schutz, Solar-Steuerung INTEGRA). Höherer Preis als Wettbewerb (typisch +15-25 % gegenüber Roto). 10 Jahre Material-Garantie. Modell-Beispiele: GGL (Standard-Holz), GLU (Polyurethan/Weiß).
Roto (Deutschland, Bad Mergentheim): Zweitgrößter im DACH-Raum. Doppelt-flügelige Klapp-Schwing-Modelle mit unten gelagerter Klapp-Funktion zusätzlich zur Schwing-Achse (mehr Auslauf-Möglichkeit). Bessere Bedienung bei tief eingebauten Fenstern (Griff oben). Hoher Marktanteil bei Sanierungs-Profis. 10 Jahre Material-Garantie. Modell-Beispiele: Q-4 (Standard), Designo R8.
Fakro (Polen, Nowy Sącz): Polnischer Hersteller, deutlich günstiger als Velux/Roto (typisch -15 bis -30 %). Solide Qualität, gute Schwingachse-Lösung. In Deutschland kleinerer Marktanteil, aber stark wachsend. 10 Jahre Material-Garantie. Modell-Beispiele: FTP-V U3, FYP (mit oben angeschlagenem Klapp-Mechanismus).
Auswahl-Kriterien: - Budget: Fakro < Roto < Velux - Verfügbarkeit Zubehör/Ersatzteile (in 15-20 Jahren): Velux > Roto > Fakro - Bedienung bei Tieneinbau: Roto > Velux > Fakro (Klapp-Funktion bei Roto) - Optik klassisch / Premium: Velux (mehr Holz-Varianten) - Sanierungs-Profi-Empfehlung: meist Roto wegen besserer Service-Vor-Ort-Struktur
Wichtig für BAFA-Förderung: Alle drei Hersteller haben Dachfenster-Modelle mit Uw ≤ 0,95 W/m²K im Programm. Im Angebot muss das konkrete Modell + dessen Uw-Wert genannt werden.