Ein Windsensor misst die Windgeschwindigkeit am Gebäude und löst bei Überschreiten eines Schwellwerts den automatischen Einfahr-Befehl an Markisen oder Raffstoren aus. Er schützt den Sonnenschutz vor Sturm-Schäden und verlängert dessen Lebensdauer drastisch.
Technik: - Schalen-Anemometer: drei gewölbte Schalen rotieren auf einer Achse; Drehzahl ist proportional zur Windgeschwindigkeit. Klassisch und sehr verlässlich. - Ultraschall-Sensor: misst die Schall-Laufzeit-Differenz zwischen zwei Sensoren in unterschiedlichen Richtungen. Kein bewegliches Teil, wartungsärmer. - Hot-Wire-Anemometer: über erhitzten Draht (selten, eher industriell)
Schwellwerte (typisch): - Markise: ab 30-40 km/h Windgeschwindigkeit automatisch einfahren (Beaufort 5) - Raffstore: ab 50-70 km/h einfahren (Beaufort 7-8) - Vertikal-Stoff-Markise (Pergola): ab 30 km/h einfahren
Wichtig: - Hersteller-Garantie: Markilux, Weinor, Warema und andere verlangen einen Wind-Sensor zwingend für die Garantie. Eine Markise ohne Wind-Sensor verliert bei Sturm-Schaden den Versicherungs-Anspruch. - Position des Sensors: muss frei stehend sein, ohne Verdeckung durch Gebäude oder Bäume. Typisch am Gebäude-Eck oben. - Stromversorgung: kabelgebunden 230 V oder Solar-Variante mit Mini-Akku
Integration: - Direktverkabelung zum Aktor: einfachste Lösung, funktioniert auch ohne Smart-Home - KNX-Bus-Anbindung: Wind-Sensor sendet auch andere Wettergeräte (Sonne, Temperatur) Daten an das System - Funk (Somfy Movelite, etc.): bequem für Nachrüstung, weniger zuverlässig als Kabel
Preise: 80-180 € für Standard-Wind-Sensoren, 250-450 € für Wetter-Stationen mit Wind + Sonne + Temperatur + Regen.