Die Zarge ist der Rahmen, in dem das Türblatt sitzt. Sie ist das oft übersehene Detail bei Innentüren — die Optik der Zarge bestimmt zu großen Teilen den Gesamt-Look der Tür.
Bauweisen: - Umfassungs-Zarge: Bedeckt die Wand-Stirn auf beiden Seiten. Standard für Renovierungen, da Wand-Stärken-Toleranzen ausgeglichen werden. Sichtbar von beiden Seiten. - Block-Zarge / Anschlag-Zarge: Bündig in den Wand-Durchbruch eingebaut, nur auf einer Seite sichtbar. Modernere Optik, aufwendiger zu montieren. Erfordert exakt rechtwinkliges Mauer-Durchbruch. - Stumpf-Einschlag-Zarge / Flügel-Zarge: Tür liegt bündig in der Wand-Ebene, kein Anschlag-Falz. Sehr clean-modern. Premium-Segment.
Materialien: - MDF / Spanplatte mit CPL/HPL-Oberfläche: Standard heute. Gut für Trockenbau- und Massivwände. Lieferung mit Standard-Wand-Stärken (75/100/125/150/175/200/250 mm). - Massivholz (Eiche, Buche, Kiefer): Hochwertig, längere Lebensdauer, höherer Preis. Empfehlung bei Massivholz-Türen. - Stahl (verzinkt, beschichtet): Bei Brand- und Sicherheitstüren in Gewerbe. Privat eher selten.
Wand-Stärken: Die häufigsten Wand-Stärken bei Innen-Wänden sind: - 100 mm (Trockenbau-Standard) und 115 mm (Hochlochziegel) - 125-175 mm (verputzter Mauerstein, Kalksandstein) - 200-250 mm (Außen-Wände)
Beim Aufmaß muss die exakte Wand-Stärke gemessen werden. Falsche Zarge passt nicht — entweder zu wenig Überlapp (klafft auf) oder zu viel (lässt sich nicht montieren).
Standard-Bestandteile einer Zarge: - Zwei Seitenteile (Pfosten) plus oberes Querteil (Sturz) - Bekleidungen (umlaufende Verblendung zur Wand-Stirn) - Falz für Türblatt (8-10 mm tief) - Schließblech-Aussparung - Dichtung (Lippendichtung) - Optional: Türstopper-Aussparung