Die Jahresarbeitszahl (JAZ) misst, wie effizient eine Wärmepumpe über ein komplettes Jahr arbeitet. Sie ist das Verhältnis aus der Wärme-Menge, die die WP an das Heizsystem abgibt (in kWh), und dem elektrischen Strom, den sie dafür verbraucht (in kWh). Eine JAZ von 4 bedeutet: 1 kWh Strom erzeugt 4 kWh Wärme.
Typische Werte: - Sehr effizient: JAZ 4,5+ (Sole-Wasser mit Erdsonde, gut gedämmtes Haus, niedrige Vorlauftemperatur) - Gut: JAZ 3,8-4,4 (Luft-WP in modernem Haus oder Sole-WP in Bestand) - Akzeptabel: JAZ 3,0-3,7 (Luft-WP in Bestand mit Heizkörpern) - Grenzwertig: JAZ unter 2,7 (Luft-WP in schlecht gedämmtem Bestand mit hoher Vorlauftemperatur)
Für die KfW-458-Förderung muss eine JAZ von mindestens 3,0 erreicht werden — bei der Anlagen-Auslegung wird das vom Energieberater berechnet und nachgewiesen.
Wichtig: JAZ ist eine Jahresmittelung, NICHT der Effizienzwert bei einer bestimmten Temperatur. Die WP hat im Sommer höhere Werte und im Winter niedrigere — das gleicht sich über das Jahr aus. Konkrete JAZ-Werte einer realen Installation ermittelt man über Wärmemengen-Zähler und Strom-Zähler nach einem Betriebs-Jahr.
Unterschied zu COP: COP misst die Effizienz im genormten Prüfstand bei festen Temperaturen — Marketing-Wert vom Hersteller. JAZ ist der tatsächliche Realwert in der echten Anlage.