Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außen-Luft Wärme und überträgt sie auf das Heizungs-Wasser im Haus. Sie ist heute die mit Abstand häufigste Wärmepumpen-Bauart in Deutschland — günstiger in der Anschaffung als Sole-Wasser-Geräte und ohne Bohrung oder Erd-Kollektor installierbar.
Funktionsweise: Außen steht eine Verdampfer-Einheit (sieht aus wie ein Klimagerät-Außenteil), die Luft ansaugt und dem Kältemittel-Kreislauf zuführt. Im Innengerät sitzt der Kondensator, der die gewonnene Wärme an den Heiz-Wasser-Speicher abgibt. Antriebs-Strom für den Kompressor: 1 kWh erzeugt 3-4 kWh Wärme (JAZ-Wert).
Vorteile: Geringer Platzbedarf, keine Bohrung, schnelle Installation (1-2 Tage). Investition deutlich niedriger als Sole-Wasser (typisch 18.000-28.000 € inkl. Speicher und Förder-Antrag).
Nachteile: JAZ sinkt bei sehr kalten Temperaturen (unter -10 °C). Im bayerischen Winter (Frost-Phasen bis -15 °C) muss eine Notheiz-Strategie geplant werden — meist Heizstab in der Anlage. Außen-Einheit erzeugt Schallpegel (typ. 45-55 dB(A) in 1 m Abstand) — Nachbarschafts-Abstand prüfen.
Beste Eignung: Modernes Effizienzhaus oder Bestandshaus mit guter Dämmung und Vorlauftemperatur unter 55 °C.