Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs (10-12 °C in Bayern, ab 1,5 m Tiefe) als Wärmequelle. Das Konstante macht sie energetisch deutlich effizienter als Luft-Wasser-Anlagen — typische JAZ-Werte von 4,2-4,8 statt 3,0-3,8 bei Luft-WP.
Zwei Bauformen: Erdsonden: Vertikale Bohrungen 80-200 m tief, 4-6 Sonden pro Einfamilienhaus. Bohrkosten ~70-120 €/m. Genehmigung nach Wasserrechtlicher Erlaubnis + LfU-Anmeldung. In Bayern oft eingeschränkt in Wasserschutz-Zonen.
Flächenkollektor: Horizontale Rohrschlangen 1,2-1,5 m tief im Garten. Flächenbedarf ~1,5-2× der zu beheizenden Wohnfläche. Günstiger als Sonde (~15-25 €/m²), aber blockiert Garten-Bebauung.
Vorteile: Hohe Effizienz auch bei -15 °C Außentemperatur, lange Lebensdauer (Erdkollektor 50+ Jahre), kein Schall im Garten.
Nachteile: Hohe Investition (35.000-50.000 € inkl. Bohrung + Sonde + WP). Lange Genehmigungs-Wartezeit (4-8 Wochen). Bei Bohrung Risiko von wasserführenden Schichten.
Förder-Stack in Bayern: KfW-458 (bis 70 %) + LfU Geothermie (bis 8.000 €) + Bayern 10.000-Häuser TechnikBonus (5.000 €) = deutlich attraktiver als auf den ersten Blick.