Förderung

LfU Bayern (Geothermie-Förderung)

Förder-Programm des Bayerischen Landesamts für Umwelt für oberflächennahe Geothermie — Zuschuss zur Erdsonden-Bohrung.

Das Landesamt für Umwelt (LfU) Bayern fördert oberflächennahe Geothermie als Wärmequelle für Sole-Wasser-Wärmepumpen. Hintergrund: Erdsonden-Bohrungen sind technisch anspruchsvoll und teurer als Luft-Wasser-Wärmepumpen, aber energetisch deutlich effizienter (JAZ 4,5+ vs 3,0-3,8 bei Luft-WP). Der LfU-Zuschuss soll diese Mehrkosten reduzieren.

Förderhöhe: 1.000 € pro 100 Meter Bohrtiefe, gedeckelt bei 8.000 € pro Anlage (entspricht 800 m Gesamtbohrung — typisch sind 4 Sonden à 100-150 m). Bei Hangar-/Pufferspeicher-Integration zusätzlich 500 €.

Voraussetzung: Bohrung muss durch ein zertifiziertes Geothermie-Bohrunternehmen erfolgen (geprüfte „Fachfirma Geothermie"-Liste der DVGW). Plus Bohranzeige beim örtlichen Landratsamt — bei Trinkwasserschutz-Zonen sind zusätzliche Genehmigungen nötig.

Die Förderung gilt für Bayern weit, aber nicht in den Wasserschutz-Gebieten der Münchner Wasser-Versorgung oder anderen sensiblen Gebieten. Vor der Bohrung steht eine standortbezogene Prüfung an — der Bohrunternehmer übernimmt das in der Regel.

LfU-Förderung lässt sich mit KfW-458 und Bayern 10.000-Häuser TechnikBonus kombinieren. Praktisch: Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden für 38.000 € kann auf 30 %+ Eigenanteil reduziert werden durch Stack aus KfW + LfU + Bayern + ggf. München FKG.

Beispiel aus der Praxis

Sole-Wasser-WP mit 4 Erdsonden à 120 m (480 m gesamt) in Niederbayern. LfU-Förderung: 480 m / 100 m × 1.000 € = 4.800 € Zuschuss. Plus KfW-458 70 % + Bayern TechnikBonus 5.000 €.