Mono- und polykristallines Silizium sind die zwei klassischen Bauarten von Solar-Zellen. Sie unterscheiden sich in der Kristallstruktur des Silizium-Wafers.
Monokristallin (auch: Mono-Si oder c-Si): Ein einziger durchgehender Silizium-Kristall, gezogen mit dem Czochralski-Verfahren. Erkennbar an der dunklen, fast schwarzen Farbe und an den abgerundeten Ecken der Zellen. Wirkungsgrad: 19-24 %. Aktuell Markt-Standard, alle aktuellen PERC/TOPCon/HJT-Module sind monokristallin.
Polykristallin (auch: Poly-Si oder Multi-Si): Silizium aus vielen kleinen Kristallen, gegossen in Block-Form. Erkennbar an der bläulich-schillernden Farbe und sichtbaren Kristall-Grenzen. Wirkungsgrad: 15-17 %. Bis ca. 2018 weit verbreitet wegen niedrigerer Produktions-Kosten.
Markt-Realität 2026: Polykristalline Module sind nahezu komplett vom Markt verschwunden. Die Produktions-Kosten für Mono sind durch Skalierung gesunken, sodass die früheren 15-20 % Preis-Unterschied nicht mehr existieren. Wer heute neu installiert, bekommt 99,9 % monokristalline Module.
Für Bestandsanlagen: Wenn eine 10-15 Jahre alte Anlage mit polykristallinen Modulen Erweiterung oder Reparatur braucht, ist das tricky — die Original-Module sind nicht mehr lieferbar. Repowering (komplett-Tausch) ist meist sinnvoller als Mischbestückung.
Tipp: Auf Modul-Datenblättern steht häufig "Mono PERC", "Mono TOPCon" oder "Mono N-Type" — alles aktuell Standard. "Multi" oder "Poly" meiden.