PERC (Passivated Emitter and Rear Contact) und TOPCon (Tunnel Oxide Passivated Contact) sind die zwei vorherrschenden Hochleistungs-Zelltechnologien moderner Solarmodule. Beide gehören zur Familie der monokristallinen Silizium-Zellen, unterscheiden sich aber in der Rückseiten-Passivierung.
PERC ist seit ca. 2015 Markt-Standard. Eine spezielle dielektrische Schicht auf der Rückseite reflektiert nicht absorbiertes Licht zurück in die Zelle, was den Wirkungsgrad gegenüber Standard-Modulen um 1-2 Prozentpunkte hebt. Typische Modulwirkungsgrade: 19-21 %.
TOPCon ist die Weiterentwicklung mit zusätzlicher dünner Tunnel-Oxid-Schicht zwischen Silizium und Rückkontakten. Dies reduziert Rekombinations-Verluste und ermöglicht Wirkungsgrade von 22-24 %. Außerdem hat TOPCon einen besseren Temperatur-Koeffizienten (-0,29 %/K vs PERC -0,35 %/K) — bei sommerlich heißen Modul-Temperaturen über 60 °C bleibt mehr Ertrag.
In der Praxis für Bayern-Anlagen: TOPCon liefert über 25 Jahre Laufzeit etwa 4-7 % mehr Ertrag als PERC bei gleicher Anlagengröße. Die Mehrkosten von typisch 15-25 % pro kWp amortisieren sich meist in 5-8 Jahren über höhere Strom-Einsparung.
Aufpassen bei Marken-Versprechen: "N-Type", "Bifacial" und "Half-Cell" sind orthogonale Zellaufbauten, kein Ersatz für die Frage PERC vs TOPCon.