Bauteile & Gewerke

kWp (Kilowatt-Peak)

Spitzenleistung einer Solaranlage unter Standard-Test-Bedingungen — das maßgebliche Maß für die Anlagen-Größe.

Kilowatt-Peak (kWp) ist die Nennleistung einer Photovoltaik-Anlage unter standardisierten Test-Bedingungen (STC: 1.000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Modul-Temperatur, AM 1,5 Spektrum). Da diese idealisierten Bedingungen in der Praxis kaum erreicht werden, liegt die tatsächlich erzeugte Leistung meist etwas unter dem kWp-Wert.

Die kWp-Angabe bezieht sich immer auf die Summe aller Module, nicht auf den Wechselrichter. Eine "10 kWp-Anlage" hat also Module mit einer kumulierten Spitzenleistung von 10 Kilowatt — bei einer typischen Modulleistung von 400 Wp brauchen Sie 25 Module.

Faustformel Bayern: Ein kWp produziert pro Jahr ca. 950-1.100 kWh, abhängig von Dach-Ausrichtung (Süd > West/Ost), Neigung (30-40° optimal) und Verschattung. Eine 10-kWp-Anlage in Bayern liefert also typisch 9.500-11.000 kWh pro Jahr.

Wichtig für Förderung: Die 0-%-Mehrwertsteuer (§ 12 UStG) gilt für Anlagen bis 30 kWp. Bei Anlagen über 7 kWp Spitzenleistung ändert sich die Einspeisevergütung. Die meisten Einfamilienhäuser landen zwischen 8 und 15 kWp.

Beispiel aus der Praxis

Einfamilienhaus in Erlangen, Süddach 45 m² mit 30° Neigung: 18 Module à 430 Wp = 7,74 kWp Anlage. Jahresertrag prognostiziert ca. 7.500-8.000 kWh, Eigenverbrauchsquote bei 4-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe und Speicher rund 65 %.