Die Eigenverbrauchsquote (auch: Eigenverbrauchsanteil) gibt an, welcher Prozentsatz des erzeugten Solarstroms unmittelbar im eigenen Haushalt verbraucht wird — und welcher Anteil ins Netz eingespeist wird. Sie ist die wichtigste Kennzahl für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage.
Hintergrund: Selbstverbrauchter Strom spart die Bezugs-Kosten (ca. 35-42 ct/kWh) ein, während eingespeister Strom nur 7-8 ct/kWh über die EEG-Einspeisevergütung bringt. Je höher die Eigenverbrauchsquote, desto höher die Rendite der Anlage.
Typische Werte ohne Speicher: - Einfamilienhaus 4 Personen, normales Verbrauchsprofil: 25-35 % - Einfamilienhaus mit Wärmepumpe: 35-45 % - Einfamilienhaus mit Wärmepumpe + E-Auto: 40-55 %
Mit Batteriespeicher (8-12 kWh) steigt die Quote meist auf 60-80 %. Mit zusätzlich smartem Lastmanagement (PV-Überschuss in Wärmepumpe, Brauchwasser-Heizstab, E-Auto-Wallbox) sind 80-90 % erreichbar.
Wichtig: Eine zu hohe PV-Auslegung (z. B. 15 kWp ohne Verbrauchsmöglichkeit) senkt die Eigenverbrauchsquote und damit die Wirtschaftlichkeit. Faustregel: PV-Größe sollte ungefähr dem 1- bis 1,5-fachen Jahresverbrauch entsprechen.