Bauteile & Gewerke

Wechselrichter (Inverter PV)

Zentralkomponente einer PV-Anlage, die den Gleichstrom (DC) der Module in netzkonformen Wechselstrom (AC) umwandelt.

Der Wechselrichter ist das Herz einer PV-Anlage. Er übernimmt drei Hauptaufgaben: Umwandlung des DC-Stroms aus den Modulen in AC-Strom (50 Hz, 230 V), Synchronisation mit dem öffentlichen Netz und MPPT-Regelung für maximale Modul-Performance.

Marken-Übersicht für den deutschen Markt: - Fronius (Österreich): Premium, hohe Effizienz, gute Hybrid-Lösungen mit Speicher - SMA (Deutschland, Niestetal): Marktführer, sehr verlässlich, langlebig - Kostal (Deutschland): solider Mittelweg, gute Preis-Leistung - Huawei: aggressive Preis-Politik, gute Hybrid-Wechselrichter - SolarEdge (Israel): Modul-Optimierer-Lösung, ideal bei Verschattung - Enphase (USA): Mikro-Wechselrichter, jedes Modul einzeln

Typen: - String-Wechselrichter: 1 Gerät für die ganze Anlage, mehrere Module in Reihe (String) verschaltet - Hybrid-Wechselrichter: integriert Batterie-Management, ideal bei Speicher - Mikro-Wechselrichter: pro Modul ein eigener kleiner Wechselrichter, höchste Flexibilität

Auslegung: Der Wechselrichter sollte ca. 0,9 bis 1,0 mal der Modul-kWp groß sein. Etwas kleinere Auslegung („Unterdimensionierung") spart Kosten bei minimal weniger Ertrag, da die Spitzen-Leistung selten erreicht wird.

Lebensdauer: 12-15 Jahre. Die Module halten 25-30 Jahre — Wechselrichter müssen also einmal ausgetauscht werden. Mit Wartungsvertrag verlängert sich oft die Hersteller-Garantie.

Beispiel aus der Praxis

10 kWp Solaranlage in Nürnberg mit Hybrid-Wechselrichter Fronius Symo GEN24 10.0 Plus inkl. 10 kWh BYD-Speicher. Wechselrichter kostet ca. 2.800 €, Speicher 6.800 €. Bei Tausch nach 14 Jahren ca. 1.500-2.000 €.