Maximum Power Point Tracking (MPPT) ist die Kern-Funktion moderner Wechselrichter. Ein PV-Modul liefert je nach Sonneneinstrahlung, Temperatur und Verschattung unterschiedliche Strom- und Spannungs-Kombinationen. Nur ein einziger Arbeitspunkt liefert die maximale Leistung — der Maximum Power Point.
Der MPPT-Regler im Wechselrichter scannt fortlaufend (typisch mehrmals pro Sekunde) die Strom-Spannungs-Kennlinie und stellt den Arbeitspunkt so ein, dass die maximal mögliche Leistung entnommen wird. Bei wechselnder Bewölkung, partieller Verschattung oder Temperatur-Änderungen passt sich der MPPT in Sekunden an.
Wichtig bei Anlagen mit Verschattung oder Mehr-Dach-Aufteilung: Ein Wechselrichter mit 2 MPPT-Eingängen kann zwei String-Gruppen unabhängig optimieren — etwa ein Ost-Dach plus ein West-Dach an einem Wechselrichter. Bei nur 1 MPPT wird die schwächste Modul-Performance zum Maßstab für die ganze String-Gruppe (sogenannter "schwächstes-Glied-Effekt").
Alternative bei stark verschatteten Anlagen: Modul-individuelle Optimierer (z. B. SolarEdge, Tigo) oder Mikro-Wechselrichter (z. B. Enphase). Jedes Modul hat dann seinen eigenen MPPT — ideal bei Kamin-Verschattung, Baum-Schatten oder asymmetrischen Dachformen.