Der Wirkungsgrad eines PV-Moduls beschreibt, wie effizient es Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandelt. Die Berechnung: Spitzenleistung (Wp) geteilt durch die theoretische Einstrahl-Leistung der Modul-Fläche (1.000 W/m²).
Beispiel: Ein 1,8 m² großes Modul mit 400 Wp Spitzenleistung hat 400 / (1,8 × 1.000) = 22,2 % Wirkungsgrad.
Aktuelle Marktstände 2026: - Standard PERC: 19-20 % Wirkungsgrad - PERC Premium / Half-Cell: 20-21 % - TOPCon: 21-23 % - Heterojunction (HJT): 22-24 % (Premium-Segment) - Tandem-Zellen (Perowskit-Silizium): ab 2027 in Serie, bis 27 % erwartet
Wirkungsgrad ist nicht alles: Wichtig sind auch Temperatur-Koeffizient (-0,29 bis -0,35 %/K — höher heißt bei Hitze mehr Verlust), Schwachlicht-Verhalten (gut bei TOPCon und Bifacial) und Degradation (1-2 % im ersten Jahr, dann 0,3-0,5 % pro Folge-Jahr).
Praktische Konsequenz: Bei begrenzter Dachfläche zahlt sich hoher Wirkungsgrad aus — mehr kWp auf gleichem Dach. Bei viel Dachfläche und Knappheit am Budget kann ein günstigeres Standard-PERC-Modul wirtschaftlicher sein, da sich die Mehrkosten der Premium-Module nicht über die Lebensdauer rechnen.