Schiebetüren öffnen sich nicht durch Schwingen um eine Drehachse, sondern durch seitliches Schieben in der Wand-Ebene. Sie sparen den Schwenk-Bereich (typisch 1-1,5 m² pro Tür) und sind besonders in kleinen Räumen oder offenen Wohn-Konzepten beliebt.
Zwei Bauarten: - Vor-die-Wand laufende Schiebetür: Tür gleitet auf einer Schiene über der Wand entlang. Sichtbarer Lauf-Mechanismus, Wand-Stelle bleibt frei (kann nicht mit Möbeln zugestellt werden). Einfacher und günstiger zu nachrüsten. - In-der-Wand laufende Schiebetür (Pocket Door): Tür gleitet komplett in eine Hohlwand-Kammer hinein. Optisch maximal aufgeräumt. Erfordert Vorrüstung schon bei Wand-Erstellung (Wandkasten 8-10 cm dicker als normale Trockenbau-Wand).
Mechanik: - Laufschiene: aus Aluminium oder Stahl, oben oder seltener unten verbaut - Rollen: Kunststoff-Laufrollen mit Kugellager-Lagerung. Soft-Close-Variante mit Dämpfungs-Mechanismus - Bodenführung: kleiner unsichtbarer Pin oder Schiene am Türblatt-Unterkante zur Stabilisierung - Anschläge: gummi-gepufferte End-Anschläge in der Schiene
Vorteile: - Platzsparend: kein Schwenk-Bereich nötig - Modern: Modernes Designs (besonders Pocket Doors) - Barrierefrei-tauglich: ohne Schwellen ausführbar, ideal für Rollstuhl-Nutzer
Nachteile: - Schalldämmung schlechter: Spalt-Toleranzen zwischen Tür und Wand verhindern dichten Schluss - Aufpreis: typisch +200-500 € pro Schiebetür gegenüber Standard-Schwingtür - Verriegelbarkeit eingeschränkt: keine klassische Schließbleche möglich. Nur Magnet- oder Pin-Riegel
Empfehlung: Für offene Wohnbereiche (Küche-Esszimmer-Wohnzimmer), Walk-in-Closets oder dort, wo Möbel-Platzierung den Schwenk-Bereich blockieren würde.