Eine 3-fach-Verglasung (auch Tri-Iso oder Wärmeschutz-Verglasung) besteht aus drei Glasscheiben mit zwei Zwischenräumen, die mit einem Edelgas (typisch Argon oder Krypton) gefüllt sind. Im Vergleich zur 2-fach-Verglasung halbiert sich der U-Wert nahezu.
Standard-Aufbau 2026: - Drei Scheiben à 4 mm Floatglas - Zwischenräume jeweils 12-16 mm breit - Argon-Füllung (oder Krypton bei besseren Sondervarianten) - Mindestens eine Scheibe innen mit Low-E-Beschichtung (selektives Wärmedämm-Beschichtungssystem) - Gesamt-Dicke des Glaspakets: meist 36-48 mm
Typische Ug-Werte: - Standard 3-fach: Ug 0,7-0,8 W/m²K - Premium 3-fach (Krypton, 4-Scheiben-Beschichtung): Ug 0,5-0,6 W/m²K - Passivhaus-Verglasung: Ug 0,3-0,5 W/m²K
Vorteile gegenüber 2-fach-Verglasung: - Halbierter Wärmeverlust - Höhere Schallschutz-Werte (typisch 36-42 dB Rw statt 30-32) - Weniger Kondensat an der Innenseite bei kaltem Wetter - Behaglicherer Innen-Raum durch wärmere innere Glas-Oberfläche
Nachteile/Bedenken: - Geringerer g-Wert (Energiedurchlassgrad) → weniger Solare Wärme-Gewinne im Winter, in Bayern aber bei Süd-Ausrichtung kein großes Problem - Mehrgewicht (1 m² ca. 30 kg statt 20 kg bei 2-fach) — Rahmen muss stabiler sein - Aufpreis ca. 15-25 % pro Fenster
Für BAFA-Förderung ist 3-fach-Verglasung de facto Pflicht — der Uw ≤ 0,95 W/m²K ist mit 2-fach-Verglasung kaum mehr erreichbar.