Ein Rolltor (auch: Rollladentor) besteht aus horizontalen Lamellen (typisch 75-90 mm hoch) aus Aluminium, die seitlich in Schienen geführt sind. Beim Öffnen werden die Lamellen oben auf eine Wickel-Rolle in einem Kasten gewickelt — ganz ähnlich einem normalen Rolladen, aber in deutlich robusterer Ausführung.
Aufbau: - Lamellen: Aluminium-Profile mit Polyurethan-Schaum-Kern oder Doppelwand-Hohlraum-Aluminium. Hochfest, einbruchhemmend. - Seitenschienen: aus Aluminium oder Stahl, halten Lamellen seitlich - Wickelwelle: oberhalb des Tors in einem Sturz-Kasten, häufig im Mauerwerk integriert - Antrieb: zentral auf der Wickelwelle, hoher Drehmoment-Motor
Vorteile: - Kein Raum-Verbrauch: weder innen (wie Sectional-Tor unter der Decke) noch außen (wie Schwingtor) — alles in den Sturz oben gewickelt - Sehr schmaler Sturz nötig: ca. 30-40 cm Höhe für die Wickelrolle - Sehr einbruchhemmend: hochfeste Aluminium-Lamellen, jede einzeln im Schienensystem gesichert - Schnell: kann mit ~25 cm/Sekunde sehr schnell öffnen - Lang-lebig: wenig Verschleiß-Teile
Nachteile: - Höchster Preis: typisch +1.500-3.500 € gegenüber Sectional-Tor gleicher Größe - Mäßige Wärmedämmung: U-Wert 1,8-2,5 W/m²K (besser als Schwingtor, schlechter als Sectional Premium) - Sturz-Kasten oben sichtbar (außer bei Einbau im Mauerwerk) - Lamellen können bei Schaden einzeln gewechselt werden, was den Aufwand für jedes Teil hoch macht
Anwendungsfälle: - Garagen mit niedrigem Sturz, wo Sectional-Tor nicht passt - Doppel- und Tripel-Garagen, wo die Geschwindigkeit zählt - Premium-Wohnbau mit cleaner Fassaden-Optik - Gewerbe-Tore (Werkstatt, Industrie)
Marken: Hörmann Roller, Novoferm RollMatic, Teckentrup ROLL.