KfW-261 (Wohngebäude-Kredit) und KfW-262 (Wohngebäude-Zuschuss) sind die KfW-Programme für Komplettsanierungen zum Effizienzhaus-Standard. Im Gegensatz zur KfW-458 (Heizungstausch als Einzelmaßnahme) zielt KfW-261 auf die energetische Komplett-Sanierung eines Bestandsgebäudes ab.
Der Förderbetrag richtet sich nach dem erreichten Effizienzhaus-Standard: EH 85 (15 % Tilgungs-Zuschuss), EH 70 (20 %), EH 55 (25 %), EH 40 (30 %). Mit Erneuerbare-Energie-Klasse oder Worst-Performing-Building-Klasse gibt es jeweils zusätzliche 5-10 % oben drauf. Maximal sind 45 % Tilgungs-Zuschuss möglich — bezogen auf ein Kredit-Volumen von bis zu 150.000 € pro Wohneinheit.
Voraussetzung ist ein zertifizierter Energieberater (Energieeffizienz-Experten-Liste der dena), der die Sanierung vor Beginn plant und nach Fertigstellung die Erreichung der EH-Stufe bestätigt. Der Energieberater stellt die „Bestätigung zum Antrag" (BzA) aus — ohne BzA kein Förderzugriff.
KfW-261 lässt sich mit dem iSFP-Bonus (+5 % BAFA auf einzelne Maßnahmen) kombinieren, wenn die Sanierung nicht in einem Zug, sondern schrittweise über mehrere Jahre erfolgt. Bayern-spezifische Top-Ups wie München FKG oder Bayern 10.000-Häuser-Programm sind in vielen Konstellationen zusätzlich möglich.